FAQ

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Q: Wofür steht die Abkürzung CNG?

A: CNG ist die Kurzform des Begriffs „compressed natural gas“, die englischsprachige Bezeichnung für „komprimiertes Erdgas“. Das Erdgas wird mit Kompressoren verdichtet, um sein Volumen zu reduzieren. So kann auf begrenztem Raum mehr Energie transportiert und gespeichert werden. Die Komprimierung erfolgt mit einem Druck von etwa 200 bar. Dadurch steigt der Energiegehalt je Kubikmeter Gas um das 200-fache an.

Neben dem aus unterirdischen Lagerstätten geförderten Erdgas kann auch Biogas, das aus nachwachsenden Rohstoffen und landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen wird, zu CNG verdichtet werden.

Q: Wie gelangt CNG zur Tankstelle?

A: Aus dem unterirdischen Leitungsnetz, das die mit Erdgas versorgten Haushalte und Betriebe beliefert, beziehen auch die CNG-Tankstellen ihren Kraftstoff. CNG muss daher nicht auf dem Straßen- oder Schienenweg transportiert werden. Allein in Deutschland kommt das Gas-Leitungsnetz auf eine Gesamtlange von rund 500 000 Kilometer. Damit ist eine bundesweit flächendeckende Versorgung gewährleistet.

Q: Auch Erdgas ist ein fossiler Brennstoff – gibt es „grüne“ Alternativen?

A: Im Rahmen der Energiewende wird der Anteil an Biogas am Gesamtverbrauch von Gas zum Heizen, für Mobilität und zur Stromerzeugung seit Jahren sukzessive erhöht. Dies dient zum einen dazu, die Versorgungssicherheit dauerhaft zu gewährleisten und die Unabhängigkeit von Importen zu steigern, zum anderen trägt es zur Verbesserung der CO2-Bilanz bei. Biogas wird aus natürlichen Rohstoffen gewonnen, bei seiner Verbrennung entsteht nur so viel CO2, wie zuvor durch das Wachstum der Pflanzen gebunden wurde. Eine weitere CO2-neutrale Alternative bietet die Power-to-gas-Technologie. Mit regenerativ erzeugtem Strom aus Wind-, Wasser- oder Solarkraft wird mittels Elektrolyse Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. Der Wasserstoff kann – ebenfalls komprimiert – mit dem Erdgas vermischt und in das Versorgungsnetz eingespeist werden.

Q: Kann Biogas direkt in den Tank eines CNG-Fahrzeugs gefüllt werden?

A: Biogas wird durch Vergärung aus natürlichen Rohstoffen gewonnen, seine Erzeugung stellt eine Ergänzung und auch eine Alternative zur Erdgas-Förderung dar. Wichtigste Gemeinsamkeit: Hauptbestandteil und wesentlicher Energieträger von Erdgas und Biogas ist Methan. Allerdings ist der Methan-Anteil nicht konstant. Biogas muss daher – wie auch Erdgas – vor der Einspeisung in das Versorgungsnetz veredelt werden. Dadurch wird es zu Bio-Erdgas – ein Energieträger, der problemlos zum Heizen und zum Fahren verwendet werden kann.

Q: Wie sicher sind CNG-Antriebe im Automobil?

A: Die Tanks der CNG-Modelle gehören zu den stabilsten und somit sichersten Komponenten im Fahrzeug und unterliegen strengsten Sicherheitsprüfungen (u. a. vom TÜV und ADAC). Jeder einzelne CNG-Tank wird nach seiner Fertigung auf einen maximalen Druck von bis zu 300 bar geprüft. Dies übersteigt die tatsächlichen Belastungen in der Praxis bei weitem. So wird CNG an der Zapfsäule mit einem Druck von rund 200 bar in den Tank befördert. Bei einem Unfall ist der im Bereich des Fahrzeugunterbodens angebrachte CNG-Tank optimal geschützt. Sicherheitsventile sorgen zudem im extremen Schadensfall für ein gezieltes Abblasen oder bei Hitzeeinwirkung – z. B. bei Brand eines Fahrzeuges – für ein kontrolliertes Abbrennen der Gasfüllung und verhindern damit die Gefahr von Explosionen.

Q: Wie viele CNG-Fahrzeuge sind auf Deutschlands Straßen unterwegs?

A: Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) fahren 97 804 zugelassene Automobile mit CNG-Antrieb durch Deutschland (Stand: März 2017).

Q: Welche CNG-Fahrzeuge bietet der Volkswagen Konzern an?

A: Volkswagen hat Fahrzeuge mit CNG-Motoren längst in seine Markenstrategie integriert. Die Auswahl der Modelle, die mit Erdgas betrieben werden können, wächst kontinuierlich an. Aktuell sind folgende Fahrzeuge verfügbar (Stand: Mai 2017):

  • Audi A3 Sportback g-tron
  • Audi A4 Avant g-tron
  • Audi A5 Sportback g-tron
  • VW eco up!
  • VW Caddy TGI BlueMotion
  • VW Caddy Maxi TGI BlueMotion
  • VW Golf TGI BlueMotion
  • VW Golf Variant TGI BlueMotion
  • SEAT Leon TGI
  • SEAT Mii 1.0 Ecofuel
  • SEAT Leon ST TGI
  • ŠKODA Citigo G-TEC
  • ŠKODA Octavia G-TEC
  • ŠKODA Octavia Combi G-TEC
Q: Warum wird CNG in Kilogramm gemessen statt in Liter?

A: CNG wird an der Tankstelle in komprimierter (verdichteter) Form (engl. CNG= Compressed Natural Gas) bereitgehalten. Es gelangt mit einem Druck von rund 200 bar in den Tank des Fahrzeugs. Dadurch bleibt CNG sowohl an der Tankstelle als auch im Fahrzeug stets gasförmig. Bei geringerem Druck dehnt es sich aus, ohne dass dabei auch der für den Kunden wichtige Energiegehalt steigt. Weil das Volumen also zumindest theoretisch je nach Verdichtungs-Intensität schwanken könnte, wird CNG gemäß dem deutschen Eichgesetz in Kilogramm und nicht in Liter beziehungsweise Kubikmeter bemessen. Denn im Gegensatz zum Volumen ist das Gewicht stets konstant, ganz gleich wie stark das CNG komprimiert wird. Die Angabe in Kilogramm ist daher für den Kunden eine verlässliche Maßeinheit für die Energiemenge, die er beim Tanken erhält.

Q: Wie vergleicht man den Energiegehalt von 1 Kilogramm CNG mit 1 Liter Benzin?

A: Der Energiegehalt von einem Kilogramm CNG entspricht etwa dem von 1,3 Litern Dieselkraftstoff beziehungsweise 1,5 Litern Superbenzin. Anders gerechnet: Ein Kilogramm CNG hat einen um fast 50 Prozent höheren Energiegehalt als ein Liter Benzin – 13,3 Kilowattstunden (kWh) stehen 8,6 kWh gegenüber. Ein Liter Diesel kommt auf 9,9 kWh.

Q: Wie groß ist die Ersparnis bei den Kraftstoffkosten?

A: Die Nutzung von CNG anstelle von Benzin oder Diesel führt zu einer erheblichen Senkung der Kraftstoffkosten. Ein Beispiel: Wer einen ŠKODA Citigo G-TEC fährt, kommt bei einem CNG-Preis von 1,10 Euro pro Kilogramm und einem durchschnittlichen Verbrauchswert von 2,9 Kilogramm auf Kraftstoffkosten von 3,19 Euro je 100 Kilometer. Die vergleichbare Benzinmotor-Variante dieses Modells verursacht Kraftstoffkosten von 5,90 Euro je 100 Kilometer (bei einem Preis von 1,31 Euro je Liter Benzin).

Q: Wo kann ich mein Fahrzeug mit CNG betanken?

A: In Deutschland stehen mehr als 900 öffentliche CNG-Tankstellen zur Verfügung.

Q: Kann man beim Tanken etwas falsch machen?

A: Der Tankvorgang mit CNG ist völlig unproblematisch, ein vollautomatischer Vorgang. Zum Tanken werden keine Adapter und sonstiges Zubehör benötigt. Die Zapfeinrichtung wird einfach mit dem Tankstutzen des Fahrzeugs verrastet. Beide Verbindungsstücke entsprechen einem europaweit einheitlichen Standard. Eine Fehlbedienung ist daher nahezu ausgeschlossen, der eigentliche Tankvorgang beginnt erst bei korrektem Anschluss.

Q: Wie steht es um das Emissionsverhalten von CNG-Fahrzeugen?

A: Aktuelle Fahrzeuge mit CNG-Antrieb entsprechen zumeist der aktuell strengsten Abgasnorm Euro 6. Die Tatsache, dass der Kraftstoff bereits in gasförmiger Form vorliegt, erleichtert die Dosierung und Zuführung in die Brennräume und sorgt so für eine saubere Verbrennung. Ihr CO2-Ausstoß pro Kilometer fällt um rund 35 Prozent geringer aus als bei vergleichbaren Benzinmotor-Modellen. Die Stickoxid- und Kohlenwasserstoff-Emissionen lassen sich sogar um bis zu 87 beziehungsweise 67 Prozent verringern. Darüber hinaus fällt beim Betrieb eines CNG-Fahrzeugs praktisch kein Feinstaub aus Abgasen an.

Q: Wie sieht die Wartung bei CNG-Fahrzeugen aus?

A: CNG-Fahrzeuge unterscheiden sich konstruktiv nur geringfügig von benzinbetriebenen Modellen, daher sind keine höheren Inspektionskosten zu erwarten.

Q: Gibt es einen Leistungsverlust bei CNG-Fahrzeugen?

A: Nein, Fahrzeuge mit CNG-Antrieb werden vom Hersteller ab Werk für die Nutzung dieser Kraftstoffart konzipiert. Ihre Motoren basieren auf den für den Betrieb mit Ottokraftstoff entwickelten Antrieben. Sie erzeugen daher auch ein vergleichbares Maß an Fahrspaß wie entsprechende „Benziner“. Einzig bei der Nachrüstung eines CNG-Antriebs muss aufgrund der notwendigen Modifikationen am Motor mit leichten Leistungsverlusten gerechnet werden.